Unternehmertreffen und Betriebsbesichtigung bei unserem Mitglied Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH in Baienfurt

Ein Unternehmer-Treffen der besonderen Art fand am Freitag, 29. März 2019, bei Firma Gebhardt in Baienfurt statt. In einem gemeinsamen Aufruf durch die MIT Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, dem Wirtschaftsverbund Baienfurt-Baindt und der CDU Baienfurt, sind 40 Unternehmer und Interessierte gefolgt.

Nach Begrüßung der Gäste und dem Bundestagsabgeordneten Axel Müller MdB sowie des Hauptredners des Abends, Europa-Abgeordneter Norbert Lins MdEP durch den MIT Vorsitzenden Christian Bangert, übernahm der Gastgeber Markus Gebhardt das Wort, und stellte sein Unternehmen den Gästen vor.

Die Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH ist ein hochmodernes Engineeringunternehmen mit Spezialisierung im Bereich der Folgeverbund- und Transferwerkzeuge für die Automobilindustrie. "Unsere hochqualitativen Produktbereiche erstrecken sich von Struktur- über Getriebeteile bis hin zu Dekor-Elementen. Die ganzheitliche Prozessabdeckung unseres Werkzeugbaus garantiert eine konsequent hohe Qualität und Präzision für unsere Kunden. Die gesamte Abwicklung, ab der grundlegenden Planung bis hin zum Tryout und dem serienfertigen Werkzeug, wird von unserem kompetenten und motivierten Team kundenoptimiert bewerkstelligt. Damit wir unseren Standard halten können und auch in Zukunft den Anforderungen unserer Kunden gerecht werden, bauen wir seit Jahrzehnten auf eine solide firmeninterne Ausbildung. In unserer Prozesskette ist neben der großen Erfahrung und des ständig wachsenden Know-Hows unserer Mitarbeiter, ein hochmoderner technischer Stand unseres Unternehmens unabdingbar." berichtet Markus Gebhardt.

Markus Gebhardt trat nach der Ausbildung zum Diplom Ingenieur, 1992 in die Geschäftsführung der Firma ein. Unter seiner Leitung wurde das Baienfurter Unternehmen in seiner Ausrichtung hin zur Automobilbranche geführt und zählt heute zu den führenden Unternehmen im Bereich des Präzisionswerkzeugbaus in Deutschland.

Im Anschluss an den Betriebsrundgang beider Werke referierte EU Abgeordneter Norbert Lins. Lins griff das Thema des Rundganges auf, da sich die Fa. Gebhardt bereits heute Bauteile für die PKW Brennstoffzelle fertigt. Ein Verbot für Dieselfahrzeuge sieht der EU Abgeordneten Lins nicht als erforderlich. "Die Vorgaben der EU lassen den Ländern Spielraum. So kann z.B. bis zu einer Höhe von 4 Meter und in einer ausreichenden Entfernung von bis zu 25 Metern, die Abgase an Straßenkreuzungen gemessen werden. Betrachtet man einige Messstationen in Deutschland, wie z.B. in Stuttgart, wo direkt neben der Fahrbahn in PKW Höhe gemessen wird, hat man natürlich bei dieser Auslegung der Messstation den ungünstigsten, sprich höchsten Wert." so Lins.

Ein weiteres Thema für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist die sehr hohe Steuerlast in Deutschland. In kaum einem anderen Land auf diesem Planeten müssen Unternehmer mehr Steuern zahlen als in Deutschland. Ebenso sieht es bei den Arbeitnehmern aus. Die Kalte Progression (Netto vom Brutto) ist nach wie vor zu hoch. Ein einheitliches EUROPA benötigt einheitliche Gesetze und mehr "Netto vom Brutto" sonst macht sich eine Gehaltserhöhung für den Arbeitnehmer (nicht) kaum bemerkbar. Freude durch Mehreinnahmen hat in diesem Fall nur der Staat. Diese Forderungen stellten die Anwesenden ebenso an den Europa Abgeordneten wie die Überprüfung der Grenzwertbelastung von 40 µg/m3. Dieser Wert ist ein rund 30 Jahre alter Wert, ursprünglich eingeführt für Gasheizöfen und von der Europäischen Kommission für Verbrennungsmotoren herangezogen.

Im weitern Verlauf erarbeiteten die Teilnehmer unter der Moderation des MIT Kreisvorsitzenden Christian Bangert die Aufgaben an ein Unternehmen, um Mitarbeiter langfristig zu binden. Neben der transparenten Philosophie des Unternehmens (wofür stehen wir) sind ein interessanter Arbeitsplatz mit einem attraktiven Umfeld und eine finanzielle Erfolgsbeteiligung, entscheidende Kriterien sich für lange Zeit an ein Unternehmen zu binden. Ebenso wichtig ist ein klares Feedback, wo der Arbeitnehmer steht und welche Perspektiven ihn erwarten. Genannt wurden auch die soziale Unternehmenskultur - top down-, der persönliche Spielraum sowie eine ausgewogene work-life-balance.  Man muss heutzutage als Unternehmer mehr Zeit und Engagement den Mitarbeitern entgegenbringen. Letztendlich wird es sich auszahlen, denn zufriedene Mitarbeiter machen auch den Unternehmer zufrieden.

Im Anschluss hat Markus Gebhardt alle Teilnehmer zu einem Imbiss eingeladen und das so wichtige miteinander reden konnte beginnen.

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